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Aber über alles das ſollte nun der alte Diener wachen.
In ſeiner Familie kam der Profeſſor nur beim Mittagstiſch zum Vorſchein, und ſaß dann ſeiner Frau zur Linken; dieſe mußte während der Mahlzeit Acht geben, daß er nicht das Salzfaß ſtatt der Zuckerdoſe nahm, nicht die Sauce auf das Tiſchtuch, ſtatt auf den Teller ſchüttete und nicht aus der Pfefferbüchſe ſchnupfte oder Schnupftabak ſtatt Pfeffer auf die Speiſe ſtreute. Mit einem:„Lieber von Krug, woran denkſt Du denn?“ das in einem ſcharfen und ſtrengen Ton ausgeſprochen wurde, rief die Profeſſo⸗ rin immer den Mann in die Wirklichkeit zurück; und es kam nie vor, daß ſie dabei das Wort von aus⸗ ließ. Im Gegentheil betonte die würdige Frau es ſehr ſtark.
Daß er zwei Kinder hatte, war etwas, deſſen der Profeſſor ſich niemals erinnerte, als wenn die Frau Mama zu ihm hineintrat und bemerkte:
„Lieber von Krug, ich will Vollmacht haben, für die Studien Alberts oder für Albertine's Lectio⸗ nen ꝛc. eine Summe Geldes zu erheben.“
Da erwachte der Profeſſor aus ſeinen Distrae⸗ tionen, ſtarrte ſeine Frau an und murmelte:
„Albert und Albertine?“ gerade, als wenn er erſt jetzt dieſe Namen gehört.
„Unſere Kinder, lieber von Krug! Gott weiß, woran Du denkſt.“
Die Stimme der Profeſſorin ſtieg ein paar Töne höher.
„Ja ſo— ja— jaha— unſere Kinder,“ ſtam⸗ melte der Mann. Wie viel iſt es, das Du brauchſt?“


