Teil eines Werkes 
1. Band (1864)
Entstehung
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um Gegenliebe, nannte ſie mit den zärtlichſten Na⸗ men, ſchilderte ſeine Gefühle mit den lebhafteſten Farben, und malte ſeine Qualen mit einem ſo rüh⸗ renden Schmerz, daß derſelbe Haralds Bruſt zuſam⸗ menſchnürte: im dritten Augenblick raste er in wilder Heftigkeit und ungezügelter Eiferſucht bald gegen Calla, bald gegen den Mann im Mantel, bald gegen Harald.

Dieſer ſaß todtenbleich und ſtarrte lauſchend den Bruder an. Jedes Wort, das über die Lippen des Bruders kam, machte Haralds Wangen noch bleicher.

Auch der Doctor lauſchte und hatte dabei die Augen auf Haralds mit kaltem Schweiße bedeckte Stirne gerichtet.

Was der Arzt dachte, das ſagte er nicht; aber er befahl nur, daß ein Zugpflaſter auf die Beine des Kranken gelegt werden ſollte.

Als Erland in einen unruhigen Schlummer fiel, ſtand Harald auf, betrachtete den Bruder mit einem traurigen Blick und murmelte:

Betrogen von ihr! Ach, mein Gott, das war etwas viel auf Einmal.

Er ſtrich mit der Hand über die Stirne, als wenn er die peinlichen Eindrücke verjagen wollte; dann wandte er ſich an den Doctor mit den Worten:

Was ſagt Onkel von Erlands Zuſtand?

Mein Junge, ich fürchte, daß jener kleine Gott dem Tode ein Opfer ſchenken wird.

Aber wenn wenn er

Hoffnung bekäme, ſagte Harald mit Anſtrengung. Die Hoffnung kann von großem Nutzen ſein,