Teil eines Werkes 
1. Band (1864)
Entstehung
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ohne alle Wirkung zu ſein, denn der junge Geiſtliche blieb unbeweglich.

Plötzlich flog die Thüre auf und herein ſtürzte Barbro.

Sie näherte ſich dem Kranken und befühlte ſeine kalte Stirne; und als Harald gleich darauf eintrat,

bat ſie ihn, nach dem Küſter und dem Doctor zu

fahren. Selbſt nahm ſie die Fläſchchen mit den Tropfen aus dem Korb und fing an ſeine Lippen und Schläfe zu reiben; ſie riß das Hemd auf und ſetzte eine ſpaniſche Fliege auf die Bruſt.

Ob nun die Wermuth⸗ und Hoffmannstropfen ſo ſtark ſind, daß ſie Todte erwecken können, oder ob das gewaltige Reiben wirkte, genug, das Blut wurde in Umlauf geſetzt, und nach Verlauf einer Viertel⸗ ſtunde that Erland einen tiefen Seufzer.

Jetzt begann Barbro ihm Roſéns Bruſttropfen

geben zu wollen und befahl, daß man Fliederthee pereiten und ihr, was ſie nothwendig hätte, geben

ſollte, damit ſie die Blutegel appliciren könnte.

Aber Erland fiel in ein ſo heftiges Phantaſiren, daß Tante Barbro ihm keines der Heilmittel beizu⸗ bringen vermochte. Während dieſer eifrigen Be⸗

mühungen kam Harald wieder mit dem Arzt, der

gleich bei Strömsfors wohnte. Nachdem er Erland eine Ader geöffnet, verſchrieb er Verſchiedenes und bat Mamſell Barbro vor allen Dingen keine von ihren Medicinen in den Kranken hineinzuprakticiren, ſondern ihn der Pflege des Doctors und Haralds zu überlaſſen.

Barbro, welche fand, daß ſie überflüſſig ſei und