Teil eines Werkes 
1. Band (1864)
Entstehung
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täuſchen Ihren Frieden gegen den möglichen Gewinn ein, auf eine kurze Zeit bewundert zu werden.

— Mein beſter Lehrer, hören Sie mich an. Dieſer Friede, dieſes ſtille Glück, die Sie ſo hoch preiſen, was ſind wohl die? Nun, eine Kette, die uns armen Weiber von der Freiheit entfernt hält, die uns an die elenden Alltagsgeſchäfte feſſelt, die uns zu Sklavinnen der Häuslichkeit und zu Leib⸗ eigenen in der Erfüllung des trivialſten Berufs macht.— Nein, mein Geiſt ſehnt ſich nach Freiheit und da dieſe uns gänzlich verweigert zu werden ſcheint, ſo will ich durch das Talent, welches die Natur mir geſchenkt, mir eine unabhängige Stellung als Künſtlerin ſchaffen und mich losreißen von all dieſen drückenden Feſſeln, welche das häusliche Leben zu einem Gefangenleben machen.— Welch ſchreck⸗ liches Unrecht beging nicht die Geſellſchaft, indem ſie uns dazu verurtheilte, an den Herd gefeſſelt zu ſein.

Der Herr im Mantel zog eine ſilberne Schnupf⸗ tabaksdoſe hervor und murmelte:

— Hm, hm... ich denke, mein gutes Kind, wir laſſen das Thema fallen.

— Ja, wenn Sie ſo wollen. Aber Sie ſehen daraus, daß ich über das, was ich zu thun gedenke, genau nachgedacht habe.

— Das kann ich gerade nicht finden; denn jenes Gerede war viel zu exaktirt, als daß ich darin ein ruhi⸗ ges Nachdenken hätte entdecken können. Laſſen Sie uns jetzt auf den Hauptpunkt, auf die Einwilligung Ihres Vaters kommen.

Sie berathſchlagten noch eine Weile; dann trenn⸗ ten ſie ſich. Der Mann bemerkte beim Abſchied: