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nicht für berechtigt zu ihrem Vertrauen halten, was liegt denn darin Böſes? Aber hier, hier wird es entſetzlich wehe thun.
Er führte die Hand über ſeine hochgewölbte
Bruſt und fuhr fort:
— Doch, jene Wunde habe ich mir ſelbſt ver⸗ ſetzt. Bin ich nicht ein Thor, der ich mich durch die Worte eines Kindes beunruhigen laſſe? Pfui, mein lieber Harald, Du biſt ebenſo empfindſam, wie eine Schriftſtellerin.— Nein, es ſoll ein ehrliches Spiel ſein.— Frage Erland und glaube nicht an Ge⸗ ſpenſter. Uebrigens, welchen Grund haſt Du, zu glauben, daß Calla Dich vor irgend einem Anderen liebt? Keinen anderen, als Deine Eitelkeit. Ja ſo, mein Junge, Du biſt eitel; aber den Fehler werden wir jetzt, wo wir beſtimmt wiſſen, daß Du ihn haſt, ſchon verbeſſern. Haſt Du Dir je über Deine Ge⸗ fühle Rechenſchaft abgelegt?— Nein.— Biſt Du in Calla verliebt?
Bei dieſer Frage an ſich ſelbſt blieb er ſtehen. Das Blut ſtieg ihm in die Wangen, und das Auge, welches nach dem blauen Himmelgewölbe emporblickte, ſtrahlte mit einem eigenthümlichen Glanze.
— Sie iſt mir lieber, als alles Andere auf die⸗ ſer ſchönen Erde,— dachte er und ſetzte ſeine Wan⸗ derung fort.
— Es iſt das Ideal des Guten beim Weibe, das ich an ihr verehre. Die ſtillen, aber doch ho⸗ hen Tugenden, welche ſie über die Menge erheben, ſind es, die ich bei Calla liebe.
Wie weit war Harald jetzt nicht von der Wirk⸗ lichkeit entfernt. Treuloſe Illuſionen! wie bethört


