— Du mußt Dich indeſſen daran gewöhnen.— Bedenke, daß wenn Du ſelbſt einmal Frau wirſt, Du ja dann gar nichts verſtehſt.
— Oh, da iſt es noch weit hin, wenn ich mich über⸗ haupt jemals entſchließe, mich zu verheirathen.
— Alle junge Mädchen ſprechen ſo, aber ſchließ⸗ lich heirathen ſie doch gern.
— Glaubſt Du das, Papa? Jetzt glänzte ein ſtrahlendes Lächeln über Calla's hübſche Züge. Es war zu gleicher Zeit heiter und ſtolz, mild und über⸗ müthig.
— Was ſchreibſt Du?— fragte der Vater und näherte ſich dem Tiſch; aber leicht wie ein Vogel war Calla mit einigen Schritten an ſeiner Seite, legte die Hand auf das beſchriebene Blatt und ſagte erröthend:
— Ich ſchriftſtellere, aber Du bekommſt es noch nicht zu ſehen.
— Schriftſtellern!— wiederholte Milner beſtürzt.
— Calla, Du beabſichtigſt doch nicht....
— Was?— fragte Calla lächelnd.
— Ein Blauſtrumpf zu werden.
Der Vater ſah die Tochter ängſtlich an.
— Mich in blauen Strümpfen zu ſehen wirſt Du überhoben, das verſichere ich,— antwortete Calla heiter.
— Aber.
— Aber jetzt mußt Du an Punſch, Wein und dergleichen mehr denken. Es iſt jetzt nicht an der Zeit davon zu ſprechen, was ich zu werden gedenke.— Deine eigene Calla bleibe ich ja doch immer.
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