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bahn entſchieden. Bücherſtudien gefielen ihm nicht beſonders; das Militärjoch wollte er ſeiner freien Seele nicht auflegen. Auf den Vorſchlag des Ca⸗ pitains, Seemann zu werden, ging er auch nicht ein und ſprach den Entſchluß aus, ſich dem Landbau zu wid⸗ men. Nach einem zweijährigen Aufenthalt in einem landwirthſchaftlichen Inſtitut kehrte Harald nach Björnbo zurück und übernahm die Leitung des Acker⸗ baus dort.
Sein lebensfriſches, fröhliches Temperament machte ihn zum ganz beſonderen Liebling des Capitains. Wenn der Onkel donnerte und fluchte, dann fluchte und donnerte Harald mit und ließ ſich durchaus nicht einſchüchtern. Dieß machte ihn für das Wohlbefin⸗ den des Capitains unentbehrlich, da dieſer das Be⸗ dürfniß hatte täglich zu brummen, aber es nicht vertragen konnte, wenn man ſich dadurch einſchüch⸗ tern ließ.
Dagegen konnte Erland, mit ſeinem ſtillen und träumeriſchen Temperament, mit ſeinem ſcheuen und mehr unverträglichen Charakter, ſich niemals an die aufbrauſende Heftigkeit des Capitains gewöhnen. Dieſelbe flößte ihm einen unüberwindlichen Widerwil⸗ len gegen den im Grunde herzensguten Onkel ein.— Die Folge war, daß Erland von Capitain Werner mit Kälte betrachtet, und, wenn er Bzjörnbo beſuchte, wie ein Fremder behandelt wurde. Außerdem miß⸗ fiel ſein düſteres, gedankenvolles Weſen dem Capitain, welcher fröhliche Geſichter um ſich ſehen wollte. In Folge deſſen war Erland oft Gegenſtand der ſchlechten Laune des Capitains, die ſich, wenn nicht in Anderem, wenigſtens in Sticheleien äußerte.
Schwartz, Die Emaneipations⸗Manie. 1.


