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haben, welche ein erſtes Ständchen in dem Le⸗ ben eines jungen ſpaniſchen Mädchens und eines alten deutſchen Profeſſors beanſprucht.
Nachdem der Chiclanero ein paar Accorde auf ſeiner Guitarre gegriffen hatte, öffnete ſich das Fenſter von Molas Schlafzimmer, und ihr bleiches Geſicht beugte ſich, ſeltſam vom Mond⸗ ſcheine beleuchtet, aus demſelben heraus.
„Was machſt Du da unten für Unſinn,“
ſagte ſie, als ſie ihren Couſin erkannt hatte.
Dieſer hatte jedoch keine Zeit, zu antworten, denn ein Alguazil war an ihn herangetreten und hatte ihm das Singen und Guitarreſpielen verboten. Daraus entſpann ſich zuerſt ein Wort⸗ wechſel, und dann ein Fauſtkampf, in welchem der kräftige Toreador natürlich Sieger blieb. Nachdem der Alguazil blutend und ſchreiend ent⸗ wiſcht war, ſang Juan mit kräftiger wohlklin⸗ gender Stimme, in dem er ſeinen Geſang mit einzelnen abgeriſſenen Accorden begleitete:
Madrid! Du Licht von Spaniens Thalen In deinen tauſend Feldern ſtralen Viel tauſend Augen ſchwarz und blau;


