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den ruhig, als ob er nichts gethan hätte, zu plaudern und zu rauchen.
Nun ſprengten vier Maulthiere ſeltſam be⸗ deckt mit Schellen, gelben Tüchern und rothen Trod⸗ deln in die Arena, und zogen in wenigen Mi⸗ nuten den erlegten Stier und die todten Pferde hinaus. Dann kam ein Mann und ſtreute Sand auf die Blutlachen.
Während nun der zweite Stier, ein tückiſches hinterliſtiges Thier, aus der Sierra Morena, ſein Spiel mit den Picadores und Chulos trieb, ſprach Lontes in dem Gange mit einem jungen ſchönen Manne, welcher ſein Neffe war und Chiclanero genannt wurde. Dieſer Chiclanero war nach ſeinem Oheim der geſchickteſte und be⸗ rühmteſte Matador Spaniens, und ſchien dazu beſtimmt zu ſein, einſt ſeinem Lehrer und Oheime ſelbſt den Preis ſtreitig zu machen.
Neben dieſen beiden ſtand ein wunderſchönes junges Mädchen von höchſtens dreizehn Jahren in der reichen und reizenden andaluſiſchen Na⸗ tionaltracht. Wer ſie genauer betrachtete, der konnte ihrer Geſichtsbildung nach, keinen Au⸗


