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er fort, ein Paar liebenswürdige Gäſte, die das Innere Eurer alten Burg zu beſichtigen und dann ein klein Wenig unter Eurem gaftfreundlichen Dache zu verweilen wünſchen. Ihr habt doch nichts da⸗ gegen?
— Ew. Majeſtät haben nur zu befehlen! ent⸗ gegnete der Alte ſich tief verneigend.
Johann von Aachen machte auch hier, wiehim kaiſerlichen Marſtalle, den Ceremontenmeiſter, der dem Graubarte zuerſt die Gräfin Clelia Buoncom⸗ pagni, dann deren Gemahl, den berühmten Ritter von Brandeis, der Jenem bereits bekannt war, end⸗ lich den Leibarzt und zuletzt ſich ſelber vorzuſtellen beauftragt ſchien.
— Und mich, Hauptmann, kennt Ihr bereits, ſagte der Hofpoet, der empfindlich darüber, daß der Maler nicht auch ihn vorgeſtellt, Letzterem einen Blick mailändiſcher Verachtung zuwarf.
Während der Kaiſer an der Seite des Haupt⸗ manns, in einiger Entfernung gefolgt von Clelia und Girolamo, welchem leider nun nichts Anderes übrig geblieben war, als ſelber ſeine Frau zu führen, und begleitet von den drei andern Gäſten langſam vor⸗ anſchritt und bedächtig die Schloßſtufen hinanſtieg,
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