Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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heißen, wie ſie will, ich Mardochäus de Delle, aus Vitri, vierzehn Stunden hinter Mailand, ich liebe ſie, und das Uebrige, ſage ich Euch, wird ſich finden, ſo wahr ich ein geborener Poet bin, der ſchon in den Windeln auf cuore amore und ſchon in der Lehre bei meinem Schneider, dem ich durch die Lappen ge⸗ gangen war, auf amore dolore gereimt habe.

Ich gratulire Euch zu Eurem Schatze!

Ich danke, Herr Anſelmus de Boodt, ſagte Mardochäus de Delle und rieb im Vorgefühle aller Wonnen und Seligkeiten, die ſeine etwas ſanguiniſche Einbildungskraft ihm vorzugaukeln ſchien, äußerſt raſch und hochbeglückt ſeine beiden Handteller an einander, wie Jemand, der zu frieren und doch vor Liebes⸗ gluth ſchier zu verbrennen ſcheint.

Gnädigſter Herr, ſagte Clelia, den Kaiſer aus ſeinem Nachdenken ſanft emporrüttelnd. Ihr ſcheint, wie ich fürchte, ſchon wieder in die Schlinge Eurer alten Grillen zu fallen. Ach, Majeſtät, werdet nicht wieder melancholiſch!

Nein, nein, das will ich nicht! Siehſt Du denn nicht, wie luſtig ich bin? fragte Rudolph mit ſo ſteinern⸗ernſter Miene, daß die ſonſt ſo beherzte Abenteurerin ſich faſt zu fürchten begann.