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wie mein hoher Herr, wird nicht die Mutter ſeines Kindes lieben? Ja, ja, gnädigſter Herr, Ihr liebt mich. Aber liebet Ihr auch Euren Sohn2
— Und warum ſollte ich ihn nicht lieben? Zweifelt Ihr vielleicht nur deßhalb, weil die Natur ihn mit zwei Zähnen und mit rothen Haaren aus⸗ geſtattet hat?
— Mit der Zeit werden ſie dünkler werden.
— Die Zähne? fragte Rudolph wie zerſtreut.
— Nein, ich meine ſeine hellen Haare.
— Man könnte ſie ihm färben laſſen?
— Doch wozu, gnädigſter Herr? Hat nicht ſchon mancher große Held zur Unterſcheidung von ſchwachen Feiglingen feuerrothes Haar gehabt wie jener Herzog Alba von Toledo...
— Wer ſagt Euch, Gräfin, daß jener rechte Arm meines Oheims ein Rothkopf geweſen war?
— Mein Gemahl hat es mir geſagt!
— Sonderbar, ich hatte jenen Mann ſo genau wie den Eueren gekaunt und nie bemerkt, daß er ro⸗ thes Haar gehabt!
— Vielleicht hat jener Alba ſein Haar gefärbt! meinte die Gräfin.
— Leicht möglich, lachte der Kaiſer gutmüthig.
— Gnädigſter Herr, die Stimme meines ſtolzerfüll⸗


