Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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wie mein hoher Herr, wird nicht die Mutter ſeines Kindes lieben? Ja, ja, gnädigſter Herr, Ihr liebt mich. Aber liebet Ihr auch Euren Sohn2

Und warum ſollte ich ihn nicht lieben? Zweifelt Ihr vielleicht nur deßhalb, weil die Natur ihn mit zwei Zähnen und mit rothen Haaren aus⸗ geſtattet hat?

Mit der Zeit werden ſie dünkler werden.

Die Zähne? fragte Rudolph wie zerſtreut.

Nein, ich meine ſeine hellen Haare.

Man könnte ſie ihm färben laſſen?

Doch wozu, gnädigſter Herr? Hat nicht ſchon mancher große Held zur Unterſcheidung von ſchwachen Feiglingen feuerrothes Haar gehabt wie jener Herzog Alba von Toledo...

Wer ſagt Euch, Gräfin, daß jener rechte Arm meines Oheims ein Rothkopf geweſen war?

Mein Gemahl hat es mir geſagt!

Sonderbar, ich hatte jenen Mann ſo genau wie den Eueren gekaunt und nie bemerkt, daß er ro⸗ thes Haar gehabt!

Vielleicht hat jener Alba ſein Haar gefärbt! meinte die Gräfin.

Leicht möglich, lachte der Kaiſer gutmüthig.

Gnädigſter Herr, die Stimme meines ſtolzerfüll⸗