Teil eines Werkes 
2. Band (1856)
Entstehung
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luſtig geworden, zu hundert Scherzen und Späßen aufgelegt wie noch nie zuvor.

— Nun bin ich ganz hergeſtellt! Nun fühle ich mich wieder wohl! hatte er zu Jedem geſagt, dem dieſe Umwandlung aufgefallen war.

Wenige Tage ſpäter ward der Ritter von Brandeis und deſſen Gemahlin— Letztere zum erſten Male ſeit ihrer Niederkunft— zur kaiſerli⸗ chen Tafel geladen, zu welcher der Kaiſer nur noch zwei andere Gäſte, den Leibarzt Anſelm de Boodt und den Hofmaler Johann von Aachen, beordert hatte.

Während Rudolph die Gräfin mit ſpaniſcher Galanterie zur Tafel führte, ſagte er zu ihr mit dem einſchmeichelndſten Tone huldvollſter Herab⸗ laſſenheit:

— Ich habe Euch, Schönſte der Frauen, in jüngſter Zeit oft hart gekränkt. Geruht, die Schuld nicht meinem undankbaren Herzen, ſondern einzig und allein meiner ewig langen Unpäßlichkeit und jener unheimlichen Melaucholie zuzuſchretben, die mei⸗ nen kranken Geiſt ſo lange Zeit gefangen hielt.— Jetzt, wo Beide— Dank der Hilfe des Himmels und dem Beiſtande meines treuen Arztes Anſelm de Boodt— mich hoffentlich für immer verlaſſen zu haben ſcheinen, jetzt, wo ich mich, wie neugeboren, wieder