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Glück, auf deſſen Ankunft der kurzſichtige, kleinmü⸗ thige Menſch ſchon längſt Verzicht geleiſtet hat— ein Brief aus fernem Lande an.
Eva von Lobkowie erbrach das Schreiben. Es war von ihrem Freunde Colin.
Beim Anblick dieſes Namens ſtieß ſie einen Schrei der Freude aus und ſank halb ohnmächtig in die Kiſſen ihres Lehnſtuhles zurück. Bald aber raffte ſie ſich wie aus einem Fiebertraume empor, warf noch einmal einen Blick auf die Unterſchrift und rief hochentzückt:
— Gott ſei gelobt! Ich hatte nicht geträumt!
Dann verſchloß ſie, um von Keinem geſtört zu werden, den Eingang zur Bibliothek und beeilte ſich, den Inhalt der Zeilen zu leſen.
„Mecheln am 18. September 1595.
„Mein edles Fräulein!
„Der Ort, aus welchem Ihr— will's Gott!— dieſe Zeilen erhaltet, wird Euch vor Allem Kunde geben, daß ich— Dank dem Himmel— auf freiem Fuße bin.“
— Gottlob, er iſt gerettet! rief Eva, den Brief an ihre Lippen preſſend.
Fragt Ihr Euer theilnahmvolles Herz, wem


