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von ihrem Freunde, nichts mehr von ihrer Beſchützerin gehört. Mit jedem Tage fühlte ſie mehr und mehr, daß auch der letzte Strahl von Hoffnung in ihrem ſchwer geprüften Herzen zu erlöſchen und ihr Glaube an die Verheißuug der Gräfin tiefer und tiefer zu ſinken begann.
— Sie hat nichts für uns gethan, wehklagte die Verzweifelnde und überließ ſich von Neuem den wild auflodernden Flammen ihres unheilbaren Gra⸗ mes, ihres unauslöſchlichen Leides, ihrer in ſich ſelbſt zuſammenbrechenden Troſtloſigkeit.
Stunden⸗ und Tagelang verſchloß ſie ſich in ihren Zimmern und brachte ihr trauriges Daſein in dem letzten Troſte, der jedem Kummer treu bleibt, im Ge⸗ bete zu Gott, daß er der maaßloſen Qual ihres Kummers gnädig ein Ende machen und ihre lebens⸗ müde Seele zu ſich rufen möge in's Reich des ewi⸗ gen Friedens, nach welchem ſie ſich wie ein im Flam⸗ mentode ſich verzehrender Phönix nach dem Troſte neuen Auflebens aus irdiſcher Aſche zu den Freuden des himmliſchen Lebens zu ſehnen begann.
Aber inmitten ihres tiefſten Schmerzes zog aus der Nacht ihrer Seele der erſte Stern eines nen anbre⸗ chenden Morgens herauf.
Eines Tages kam— unerwartet wie ſo manches


