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Sang und Klang in Bewegung ſetzte, als der Kaiſer an ihren Fenſtern vorüberzog und mehr und mehr dem ihm nachſchauenden Auge der Gräfin entſchwand, eilte ſie vom Balcone in's Zimmer zurück, in welchem Eva wie eine in ſchwarzen Marmor verwandelte Bildſäule einer heiligen Märtyrerin, in lautloſes Gebet verſunken, in die Erde feſtgewurzelt zu ſein ſchien.
Die Gräfin erweckte die Statue zu neuem Leben dadurch, daß ſie ihr liebevoll die Worte zurief:
— Nun ſtört Ihr mich nicht mehr. Nun ſetzt Euch zu mir, an meine Seite, und ſagt mir, was ich für Euch thun kann, thun ſoll, um— wie Ihr mir vorhin erklärt habt— die Hälfte Eures Kum⸗ mers von Euch abzuwälzen.
Eva von Lobkowie aber blieb ſtehen.
— Der Bittenden, ſprach ſie mit herzgewin⸗ nender Beſcheidenheit, geziemt es nicht, ſich zu ſetzen⸗ an die Seite Jener, in deren Hand, in deren Herz, ſie die zweite, doch darum nicht minder theuere Bitte als die erſte legt. Geruht alſo, mich ſtehen zu laſſen und huldreich anzuhören, was ich von Euch erflehe — Jetzt dränge ich Euch nicht mehr. jetzt höre ich Euch gerne zu... Sprecht, Fräulein, ohne Zagen, ohne Bangen.


