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Wachskerze, gefolgt von dem zahlreichen Schwarme ſeines Hofſtaats und den Feldhauptleuten ſeines Heeres. Den Schluß bildete eine zehnfache Reihe rieſiger Kaiſer⸗Garden, die Einzigen, die ſtolz zu Pferde ſaßen und in deren blankgeſchliffenen Bruſtpanzern ſich die Pfeile der Morgenſonne ſpiegelten.
Während dieſer faſt endloſe Zug ſich durch die Sporengoſſe auf den großen Marktplatz der Klein⸗ ſeite langſam fortbewegte, ſtand die Gräfin Ma⸗ ria Magdalena in ſtrahlender Toilette, auf dem mit Blumenkränzen und Gobelinteppichen geſchmück⸗ ten Balcone ihrer auf eben dem kleinſeitner Markte gelegenen Wohnung, mit Ungeduld die Proceſſion erwartend, die an den Fenſtern ihres Hauſes vor⸗ überziehen und dort Halt machen mußte, weil ſich dicht vor dem Hauſe der Gräfin einer jener vier öffentlichen Altäre zur Ausſpendung des kirchlichen Segens erhob.
In der ungeduldigen Erwartung des für die Gräfin peinlich langſam herannahenden Zuges ward ihr plötzlich und gänzlich unerwartet der ſie in hohem Grade überraſchende, ja faſt erſchreckende Beſuch einer ihr bis zu dieſer Stunde nur dem Rufe nach bekannten Dame angemeldet. Es war Fräulein Eva von Lobkowic


