war; denn ich wußte, was er an Euch verloren und was Catharina an Euch gewonnen hat.
Als mein Gemahl vor vier Jahren den Tod Eures unglücklichen Vaters erfuhr, war er Euretwe⸗ gen untröſtlich, weil ſein Gemüth, tiefer als das tauſend anderer Menſchen, die ſich Künſtler nennen, die ganze Größe Eures Verluſtes, die ganze Laſt Eures Grames begriff.
Schon damals wollte ich Euch ſchreiben im Namen Alexanders, der Euern edlen Vater faſt eben ſo ſehr als ſeinen eigenen geliebt und verehrt hat. Ich unterließ es, um nicht von Neuem die kaum vernarbte Wunde Eures kindlichen Schmerzes auf⸗ zureißen.
Mein Mann aber rief aus ſeiner Erinnerung die darin tief eingeprägten Züge jenes edlen Todten vor ſein geiſtiges Auge zurück, und formte mit Hilfe ſeines Gedächtniſſes eine der ſchönſten Büſten, welche die ſchöpferiſche Meiſterhand ſeines Kunſtgenius zu unvergänglichem Leben hervorgerufen hat.
Dieſe Büſte, die er außerordentlich ähnlich fand, werde ich Euch mit der nächſten Sendung, die vom Erzherzog Albrecht von Innsbruck nach Prag ab⸗ geht, überſchicken, ſchon heute die Bitte vorausſen⸗ dend, daß es Euch gefallen möge, dieſe Büſte als


