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gruͤnen Teppich die Garbenbüſchel ſeiner feuerrothen Haare.
— Was iſt das? fragte er ſich. Träume ich nur oder wache ich? fuhr er fort und ſtürzte wie ein wildes Thier nach dem Spiegel hin.
Als er die Verunſtaltung ſeines üppigen Haupt⸗ ſchmuckes erblickte, ſtieß er ein wildes Geſchrei, in welchem ſich halb Lachen, halb Wuth kundgab, aus, lief zum Schranke, ergriff den erſten Dolch, den ſeine Wuth ihm in die Hand ſpielte, ſtürzte ſich auf Delila, erfaßte mit der Linken ihre zitternde, angſtgelähmte Geſtalt und ſtieß ihr mit der Rechten zähneknirſchend das ſpitze Eiſen ſo tief in ihr Herz, daß ſie mit einem Todesſchrei entſeelt zu Boden ſank.
Ihr aus der Wunde quellendes Blut färbte den Fußboden.
— Elende Jüdin! rief er ſchäumend vor Wuth, die Todte mit dem Fuße von ſich ſtoßend. Du heaſt es gewagt, mein Geſicht zu verunſtalten, mir meine Haare abzuſchneiden, um mich, Deinen Simſon, ſei⸗ ner männlichen Kraft und Schönheit zu berauben. Deine Strafe dafür iſt nicht ausgeblieben! Jener Simſon erſchlug mit einem Eſelskinnbacken ein Duz⸗ zend erbärmlicher Philiſter; ich erſtach Dich mit die⸗ ſem Eiſen. Damit aber iſt mein Rachedurſt noch


