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buntfarbigen Decorationen von blaßgrünem und gelb⸗ lich⸗rothem Laubwerke und auf die am Fuße des Schloſſes rauſchend vorüberziehenden Wogen der Moldau gewährte.— Aus dieſem Fenſter, aus der Höhe des dritten Stockwerkes ſoll, wie die Sage etzählt, zehn Jahre früher der letzte Roſenberg ſeine ungetreue Geliebte, ein Edelfräulein, aus einer Höhe von faſt hundert Fuß in die Tiefe des Flußes hinab⸗ geſtc haben.
Dieß Zimmer war ein kleiner Waffenſaal; ringsum an allen Wänden hingen ſymmetriſch geordnet Schwer⸗ ter, Degen, Rappiere, Piſtolen, Büchſen, Flinten und andere Waffen; in den Ecken ſtanden auf Holzge⸗ ſtellen Ritterharniſche, vergoldete Panzerhemden, wap⸗ pengeſchmuckte Schilde der Roſenberge und Helme aller Art. In einem offenen Glasſchranke lagen bunt durcheinander Dolche, Jagd⸗Meſſer und mehr dergleichen. Zu beiden Seiten des Schrankes erho⸗ ben ſich in reichvergoldeten Rahmen koſtbare Spiegel.
In der Mitte ſtand ein Tiſch. Cäſar führte Delila zur Tafel, die dem offenen Fenſter gegenüber ſtand.
Die Tochter des Rabbi, die während der erſten vierzehn Tage, treu dem Gebote ihres Gottes, keine der chriſtlich zubereiteten Speiſen berührt und nur


