Teil eines Werkes 
4. Band (1856) Kaiser Rudolph II. und seine Zeit
Entstehung
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Großer himmliſcher Gott, erſt ſo ſpät? Mißfällt es Dir hier ſo ſehr? Ich habe keinen Augenblick Ruhe hier. Verſuche ich nicht Alles, um Dich aufzu⸗ teternt Kuße ich Dich nicht Tag und Nacht, um Dir zu beweiſen, wie unendlich lieb ich Dich habe? Du darfſt mich nicht mehr berühren. Närriſches Kind, ſei nicht ſo eigenfinnig! 5 Laß mich los, Du herzloſer Verfuͤhrer! f Delila ihn unwillig zurücſoßend. Er erhob ſich von den Knieen und zertrat mit ſeinem ſchweren Fuße einige der herabgerollten Perlen. Weh mir, weh mir! wehklagte Delila, die verzweifelnd die Hände rang. Was iſt Dir? fragte der Verführer. Du zertrateſt den Segen meiner Mutter! rief das Judenmädchen, in einen Strom bitterer Zähren ausbrechend. Du wimmerſt um die zertretenen Perlen? Beruhige Dich, mein ſchmuckes eigenſinniges Juden⸗ kind! Morgen will ich Dir größere kaufen. Cäſar, Du biſt ein herzloſer Verführer! Du denkſt nicht daran, Deine Verſprechungen wahr zu machen. Laß mich zurück zu meinem Vater. Später vielleicht, nur jetzt nicht, Kind!