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Großer himmliſcher Gott, erſt ſo ſpät? — Mißfällt es Dir hier ſo ſehr? — Ich habe keinen Augenblick Ruhe hier. — Verſuche ich nicht Alles, um Dich aufzu⸗ teternt Kuße ich Dich nicht Tag und Nacht, um Dir zu beweiſen, wie unendlich lieb ich Dich habe? — Du darfſt mich nicht mehr berühren. — Närriſches Kind, ſei nicht ſo eigenfinnig! 5— Laß mich los, Du herzloſer Verfuͤhrer! f Delila ihn unwillig zurücſoßend. Er erhob ſich von den Knieen und zertrat mit ſeinem ſchweren Fuße einige der herabgerollten Perlen. — Weh mir, weh mir! wehklagte Delila, die verzweifelnd die Hände rang. — Was iſt Dir? fragte der Verführer. — Du zertrateſt den Segen meiner Mutter! rief das Judenmädchen, in einen Strom bitterer Zähren ausbrechend. — Du wimmerſt um die zertretenen Perlen? Beruhige Dich, mein ſchmuckes eigenſinniges Juden⸗ kind! Morgen will ich Dir größere kaufen. — Cäſar, Du biſt ein herzloſer Verführer! Du denkſt nicht daran, Deine Verſprechungen wahr zu machen. Laß mich zurück zu meinem Vater. — Später vielleicht, nur jetzt nicht, Kind!


