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Armſeligkeiten kommt Kaiſer Rudolphs Sohn nicht bis an die Grenze der weiten Reiche ſeines Vaters. Eine ſolche Reiſe koſtet viel Geld!
— Laß uns muthig zu Fuße hinwandern.
— Es liegt zwiſchen uns ein Meer.
— Unſere Liebe, unſere Sehnſucht, uns vereint zu ſehen, wird uns Brücken über alle Klüfte und Abgründe, über alle Höhen und Tiefen ba Säume keinen Tag, ſäume keine Stunde. Bedeike daß Delila, wenn Du ſie wirklich ſo liebſt, wie Du es ihr zuſchwörſt, eine längere Trennung von ihrem“ alten, mit allen Kräften ihrer kindlichen Seele heiß⸗ geliebten Vater, der nicht ahnet, wo ſein einziges Kind, welches er abgöttiſch geliebt hat, hingekommen iſt, unmöglich ertragen kann. Bedenke das hohe Alter meines Vaters. Bedenke, daß er von Sorge und Gram über das ſpurloſe Verſchwinden ſeiner Toch⸗ ter morgen, großer Gott meiner Väter! vielleicht ſchon heute ſterben kann, ohne mich wiedergeſehen, ohne mir verziehen zu haben. Eile, ehe es zu ſpät wird, uns den Segen des Sterbenden zu erflehen.
— Jetzt kann ich unmöglich fort von hier.. mir fehlen die Mittel zur Reiſe. Auch iſt der Win⸗
ter im Anzuge. Wir wollen das nächſte Frühjahr
abwarten. Wir reiſen in drei, vier Monaten.


