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— Wie? Ihr würdet den Namen jenes Elen⸗ den mir verſchweigen?
— So wahr ich Maria Magdalena heiße!
— Und Ihr wollt meine Freundin ſein?
— Gerade, weil ich es bin mit allen Kräften meiner Seele; gerade, weil ich tauſendfach ängſtlicher beſorgt für die unbefleckte Reinheit Eurer gottgeſalbten Stirne bin als jeder Anderer jener Millionen, die nichts weiter als Eure Unterthanen ſind, gerade darum würde ich jenes Geheimniß verſchweigen, um Ew. Majeſtät, den ich mehr als mich ſelber liebe, zu verhindern, den Hermelin Eures Kaiſermantels durch einen neuen Aet unkaiſerlicher Grauſamkeit zu ſchänden.
— Wer vermöchte es, Euch zu zürnen? rief Rudolph, der ſich vom Feuer ihrer Begeiſterung für ihn zu einem nicht minder glühenden Enthuſi⸗ asmus für die Gräfin neu entzünden ließ. Ihr ſeid ein wunderholder Engel, tauſendfach ſchöner und liebreicher als Johann von Aachens ſchönſtes Bild
Magdalena in der Wüſte, bei welchem das
Eure ihm vorgeſchwebt*) Er hat Euch geſehen, 6*
*) So verhielt es ſich wirklich: Aachens Magdalena in der Wüſte“ iſt ein ſchwacher Abglanz der Gräfin Maria Magdalena. Dieſes Bild, allerdings eines der gelun⸗


