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unter dem Oberbefehle der Generale Rudolph von Tieffenbach und Sebaſtian Grafen von Schlick ab⸗ ſchickten. Erſterer vereinigte ſich mit Niclas Palfy, Tilesk und Palanka. Letzterem wurden die erfahren⸗ ſten Kriegshelden Böhmens, Heinrich von Kkinec, Wenzel Petipeſth, Sebaſtian Sanowec, Wenzel von Kej und Heinrich Miska mit dem Befehle beigegeben, ſich dem Erzherzoge Matthias anzuſchließen, der von Wien nach Ungarn aufgebrochen war.
Da dieſe Hilfe lange nicht ausreichend erſchien, trat bald darauf ein Landtag zuſammen, auf wel⸗ chem die Stände eine Aushebung neuer Kriegsvölker auzuordnen beſchloſſen. Böhmen erbot ſich, den je achten Mann, mithin den faſt zwölften Theil ſeiner waffenfähigen Bevölkerung, in's Feld zu ſtellen.
Das böhmiſche Ktiegsvolk erhielt zehn neue, vonr Erzbiſchof zu Prag geweihte Fahnen: ſieben rothe, eine weiße, eine gelbe und eine veilchen⸗ blaue Damaſtfahne. Die ſieben rothen Fahnen waren mit dem burgundiſchen Kreuze geſchmückt; auf der weißen prangte in rothem Felde Böhmens doppelgeſchwänzter ſilberner Leu; auf der gelben das Bild der Mutter Gottes in ganzer Figur, das Jeſus⸗ Kindlein auf dem Arme, mit der Inſchrift: Regina Coeli, ora pro nobis.. Auf der veilchenblauen


