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Papa hält ſeinen Sohn für einen Eſel, wäh⸗ rend der Onkel in ſeinem jungen Neffen ein früh⸗ zeitig entwickeltes Genie erblickt. Letzterer Anſicht iſt auch die Mutter, denn welche Mutter hält nicht jeden ihrer Söhne für einen großen Geiſt, ſelbſt dann, wenn ſie auch alle zuſammen ſcharf ausge⸗ prägte Einfaltspinſel ſind2
Bei Tycho iſt dieß nicht der Fall!
Am 21. Auguſt des folgenden Jahres tritt eine längſt oorausberechnete und vorherverkündete Sonnenfinſterniß ein.
Dieſe Finſterniß verſchafft ihm Klarheit über ſeinen Beruf und entſcheidet über ſeine Zukunft. Er beſchließt, Aſtronom zu werden.
Kaum ſechszehn Jahre alt, wird er von ſeinem Oheim in Begleitung eines über alle Begriffe ein⸗ ſeitigen und pedantiſchen Hofmeiſters im Februar des Jahres 1562 nach Leipzigs Univerſität geſchickt.
Hier bleibt er drei volle Jahre. Hier ſetzt er dem Scheine nach die juridiſchen, aber deſto eifriger im Geheimen ſeine mathematiſch⸗aſtronomiſchen Stu⸗ dien fort. Weil der Onkel und— heimlich auch Mutter und Tante— dem Bruder Studio fleißig Geld ſchicken, ſo fehlt es ihm an nichts. Er führt ein luſtig⸗flottes Leben, tnüpft Freundſchaft mit dem


