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ſchon vom ſiebenten Jahre angefangen, Latein, La⸗ tein und vorzugsweiſe nichts Anderes als Latein treiben.
Der junge Lateiner macht darin ſo reißende Fortſchritte, daß er ein Jahr ſpäter ſchon den halben Cornelius Nepos und ein Viertel der Catiliniſchen Verſchwörung von Salluſt in ſeinem Kopfe hat. Onkel und Tante ſind entzückt darüber. Der Vater aber ſcheint zu grollen.
— Mit all' dieſem Latein, ſagt er zu ſeiner Frau Beata, wird unſer erſtgeborner Bengel ſchwer⸗ lich einen Hund vom Ofen weglocken, es müßte denn ſein, daß der junge Profeſſor dieſem Hunde neben ſeinem Latein auch einen elaſſiſchen Schinken hinhält.
— Für Tyge, ſagte die zärtliche Mutter, iſt mir nicht bange. Der wird ein großer, unſterblicher Mann!
— Gratulire! entgegnet der Vater, und er⸗ laubte ſich an der Erfüllung jener Weiſſagung ſeiner Frau ſehr ſtark zu zweifeln.
Im April des Jahres 1559 wird unſer kaum dreizehnjähriger Cicero auf die hohe Schule nach Kopenhagen geſchickt. Dort treibt er Rhetorik und Philoſophie. 1856. VI. Auf dem Hradſchin. III. 2


