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ſaß, wurde ihr durch die Dienerin ein Beſuch ange⸗ meldet.
— Ein Fremder wünſcht Euch zu ſprechen, ſagte die Dienerin.
— Sein Name? fragte Eva.
— Er wollte ſich durchaus nicht nennen.
— Eine Ahnung ſagt mir, daß er Kunde von meinem unglücklichen Vater bringt. Und darum laſſe ihn augenblicklich eintreten.
Und gleich darauf erſchien der Fremde.
— Und wer ſeid Ihr? fragte Eva beſtürzt.
— Ich bin ein Edelſteinſchleifer des Kaiſers und heiße Jobſt von Brüſſel.
— Ihr ſeid der Freund Alexander Colins
— Ich bin ſtolz darauf, dieſen Ehrennamen zu verdienen.. 3
— Meine Ahnung hat mich nicht getäuſcht! Welche Nachricht bringt Ihr mir von meinem Vater?
Jobſt von Brüſſel ſchwieg tief bewegt.
— Sprecht, ſprecht, lieber Herr. Ihr findet mich auf's Schlimmſte gefaßt.
— O dann vernehmt, mein ebles Fräulein, was ich mit blutendem Hetzen Euch zu verkündigen habe. Unſer gemeinſchaftlicher Befreiungsplan iſt— leider! — mißglückt.
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