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ein fetter Schinkenſchnitt zwiſchen zwei ungleichen Butterbemmen eingeklemmt, war trotz der ſcharfen Mor⸗ genkühle ſchon in Transpiration gerathen und fing bereits ſo zu dünſten an, daß ſein kahler Schädel mehr und mehr zu rauchen begann. Die beiden Künſtler, die mit großen Reiſetaſchen verſehen, im Vordergrunde ſaßen, holten, als ſie die Thore Prags hinter ſich hatten, ein höchſt appetitliches Frühſtück, begleitet von zwei Fläſchchen Cernoſeker Landweines hervor, das ſie brüderlich mit dem ſpießbürgerlichen Vis— à— vis theilten, welches ſozuſagen tüchtig einhieb. Meiſter Procop aß mindeſtens für Zwei; nur der Schneider ſchien, vermuthlich aus Angſt über die Dinge, die im Werke waren, die Blüthe ſeines Appetits eingebüßt zu haben; deſto beſſer ſchmeckte es dem Schuſter.
— Trinkt, Gevatter Matthias, ſagte Alexander Colin, dem Schneider die kurz vorher entſtöpſelte Flaſche hinhaltend. Ein tüchtiger Schluck guten Weines wird Euch erwärmen, denn Ihr friert, wie ich ſehe, und zittert an allen Gliedern Eures gebrechlichen Leichnams wie ein Haſe, dem es an Muth fehlt.
— Ich dagegen ſchwitze wie ein Lammsbraten, entgegnete der Bader ſich mit dem Rockärmel den Schweis von der Stirn wiſchend.


