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erheben. Ein Nachfolger dieſes Kanzlers, Hieronymus von Schlick, müde der ewigen Fehden mit den zu jener Zeit weniger geduldigen Bürgern, die ſich be⸗ ſtändig gegen ihn empörten, fand es rathſam, Elbo⸗ gen dem Kaiſer Ferdinand I. abzutreten; bald aber kaufte es ſich von der k. Kammer los nnd ward dann königliche Freiſtadt, was ſie noch heute iſt.
Die Feſtung galt für ſehr feſt. Elbogen war eine der wenigen Städte Böhmens, welche die Schwe⸗ den im dreißigjährigen Kriege nicht erobern konnten „ob ſie gleich viel Volk davor verloren. Die Bayern aber hatten ſie 1621 eingenommen, und zehn Jahre ſpäter ward ſie auch von den Sachſen erobert.
Zu der Zeit aber, wo Georg Popel von Lob⸗ kowic auf dieſer Veſte gefangen ſaß, war ſie noch eine Jungfrau, die Jeder für uneinnehmbar hielt.
Und darum glaubte Kaiſer Rudolph, daß ſein Feind dort beſſer als anderswo aufgehoben ſei.
Georg Popel von Lobkowic ſaß hier bereits
ſechs Monate, ohne verhört worden zu ſein. Der
Unglückliche war der Verzweiflung nahe.
Eines Tages aber hatte ſich ſeine traurige, troſt⸗ loſe Lage urplötzlich wie durch ein Wunder des Himmels geändert. Er fühlte ſich nicht mehr allein.
Eines Morgens, als er, zum erſten Male während


