Teil eines Werkes 
1. Band (1856) Kaiser Rudolph II. und seine Zeit
Entstehung
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Seine Alte? fragte der perplere Schneider. Dummkopf, die Zecchine, ſagte Procop. Das Stück Kupfer war eine Art Spottmünze mit einem diſtelkauenden Eſel und der moraliſchen Nutz⸗ anwendung: 8

Nicht Alles iſt Gold, was glänzt!

Das gönne ich dem faulen Böhmen! flü⸗ ſterte leiſe vor ſich hin der Schneider, der ein Ein⸗ gewanderter aus dem ſächſiſchen Erzgebirge war.

Es war nun erwieſen, fuhr Meiſter Procop fort, daß der Fremde mit ſeinem cannibaliſchen Durſte ein Hexenmeiſter, ein Zauberer, ein Sohn der Hölle war.

Ich fange an mich zu fürchten, liſpelte der Schneider den ein unheimliches Fröſteln durchrieſelte.

Das iſt noch lange nicht Alles! Hört nur weiter. Am andern Abend wußte jeder Gimpel auf dem Dache, daß der Fremde ſich für einen Sohn des im Jahre 1571 beim Fall von Famaguſta von den Türken gefangenen und niedergemetzelten venezianiſchen Gouverneurs der eben genannten Stadt in Cypern ausgab und ſich unter dem NamenMarco Bragadino vom Kanzler Curtius vei dem Kaiſer vorſtellen ließ. Am zweiten Abend wußte ganz Prag, der Teufel Bragadino habe beim Kaiſer geſpeiſt und bei der Tafel