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— Und jetzt, jetzt, mein armer Freund 2.. — Jetzt lebe und athme, jetzt glühe und ich für einen Engel an Unſchuld und Liebreiz..
— Füt einen Engel, der, kaum halb ſo alt als Du, Deine Tochter könnte ſein.
— Bemitleide, aber ertheile mich nicht, Jobſt. Ich hatte ſie am Hofe des Kaiſers kennen gelernt. Ihre Jugend, ihre Schönheit, ihr Geiſt, glänzend wie ihre ganze Erſcheinung, hatten mein Herz mit magiſcher Gewalt zu ihren Füßen hingeriſſen. Ich geſtand ihr meine glühende Leidenſchaft und ſie..
— Und ſie? wiederholte der Edelſteinſchneider.
— Sie wies mich in die Schranken der Pflicht zurück.
— Und Du? Und Du? fragte Jobſt.
— Ich kämpfte, eingedenk meiner Pflicht, mit allen Kräften des kalten Verſtandes gegen das blitz⸗ ſchnelle Auflodern dieſer heftigen Leidenſchaft an...
— Und das Reſultat dieſes Kampfes iſt...
— Daß ich unſäglich, namenlos unglücklich bin, erwiderte der tief aufſeufzend. Nun weißt auch Du Alles, Alles!
— Armer, unglücklicher Freund! entgegnete Jobſt und drückte mit flämiſcher Biederkeit die eiskalte


