Teil eines Werkes 
3. Band (1845)
Entstehung
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nicht irre, auch Graſſini hieß. Es wird wohl dieſelbe ſein, die ich vor fuͤnf Jahren gehoͤrt. Sie iſt ſeitdem viel ſchoͤner geworden... ihre Stimme hat an Kraft und Umfang, an Schmelz und Aus⸗ druck viel gewonnen... Ja, ja, ſie iſt es! Die Stimme dieſer Nachtigall hat etwas Beruhigendes, Troͤſtendes, etwas Erquickendes und Erhebendes... So muͤſſen die Engel im Himmel ſingen!

Joſephine ſchien faſt neidiſch zu ſein auf die⸗

ſes Lob.

— Sire, ſprach ſie, ich habe Sie noch nie⸗ mals ſo enthuſiasmirt geſehen..

— Kein Wunder, Madame, denn ich habe noch nie eine ſolche Stimme gehoͤrt. Das iſt ein Schalmeienton, der bei aller Luſtigkeit doch etwas Ruͤhrendes hat! Das iſt eine Stimme, die in das Herz des Herzens dringt und jeden Nerv mit Luſt erfuͤllt. Armer Piccini, Du ruhſt im Grabe und kannſt ſie nicht hoͤren.. das nenne ich Muſik, das nenne ich Geſang!

Und als die Saͤngerin ihre Arie beendigt hatte,