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ſchoͤnen Kindes angenommen und es fuͤrſtlich er⸗ ziehen laſſen, denn Antvinette war ſein Augapfel, ſeine Puppe, ſein Abgott. Zwanzig Jahre alt, war Demoiſelle Poiſſon mit Herrn Lenormand d'E⸗ tioles, dem Neffen ihres Pflegevaters, vermaͤhlt worden.
Mad. d'Etioles war eine der ſchoͤnſten Frauen von Paris. Die Grazien hatten das ganze Fuͤll⸗ horn weiblicher Reize auf ſie ausgegoſſen; ihr Ge⸗ ſicht war ein Moſaik der feinſten ausdrucksvollſten Zuͤge, das veilchenblaue Auge, der roſenfarbige Mund, das goldene Haar bildeten ein Potpourri fruͤhlingduftender Liebenswuͤrdigkeiten, deren magne⸗ tiſcher Zauber alle Herzen an ſich riß. Madame Poiſſon, vernarrt in die Schoͤnheit ihres Kindes, hatte oft geſagt: Meine Antvinette iſt zu ſchoͤn fuͤr einen Unterpaͤchter— ſolch ein Engel verdient das Bett eines Koͤnigs zu theilen.
Herr Lenormand d'Etioles war ein Prisma aller Hoͤflichkeiten— kein Wunder, daß ſeine Frau dem Abbé de Bernis, ihrem Lehrer in der Mu⸗ ſik, und Herrn von Bridge, der ihr Unterricht


