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— Sire, die Graͤfin Mailly hat Ihnen ihre Tugend, ihre Ehre aufgeopfert; geben Sie Ihr keinen Grund, Ihnen Undank vorzuwerfen.
— Wohlan, ich gebe ihr 30,000 Francs.
— Um anſtaͤndig zu leben, braucht ſie min⸗ deſtens 40,000.
— Ph bien, die ſoll ſie haben. Sind Sie nun zufrieden mit mir?
— Sire, von den Tugenden eines Koͤnigs iſt Großmuth nicht die kleinſte.
Bald darauf war die Ouverture zu Ende und der Vorhang rollte auf. Der glaͤnzende Zauber⸗ apparat, amphitheatraliſch aufgeſtellt und beleuchtet von hundert ambrahauchenden Wachskerzen, machte einen guͤnſtigen Eindruck. Der Kuͤnſtler erſchien in ſchwarzſammetner altdeutſcher Tracht. Er machte drei ungemein tiefe Verbeugungen, legte die Hand aufs Herz, ſtotterte eine Rede, bat um Nachſicht und begann mit dem keinesweges ſchwierigen Kunſt⸗ ſtuͤcke, daß er mitten in der Rede ſtecken blieb. Der galante Hof Ludwigs XV. applaudirte, um den Kuͤnſtler aufzumuntern.


