Teil eines Werkes 
2. Band (1845)
Entstehung
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vaſten Louvre ſo verlaſſen, ſo allein, daß ich das Leben mir verwuͤnſche. O, wie ſehne ich mich dann in Ihr kleines, trauliches Gemach zuruck, um aus Ihren Augen neue Lebensluſt zu trinken! Nachts, wenn Sie ſchlafen und in ſchonen Traͤu⸗ men ſchwelgen, walze ich mich ſchlaflos auf mei⸗ nem Lager und rufe mir Ihre troſtenden Zuͤge zuruck. In ſolchen Augenblicken, wo ich, allein, ganz allein, des Kummers Beute bin, wuͤnſche ich ein Bild von Ihnen zu beſitzen, das ich auf mei⸗ nem Herzen tragen, ein Bild, das ich an meine Lippen druͤcken darf. Seit Monden, Fraͤulein, wuͤnſche ich ein ſolches Bild.

Sire, von wem ſoll ich mich malen laſſen?

Ein Breughal malte einſt die Hoͤlle mit allen ihren Teufeln; der Stuͤmper Ludwig wills verſuchen, den Himmel mit dem ſchoͤnſten ſeiner Engel abzumalen. Nicht wahr, mein Fräulein, dieſe Bitte konnen, durfen Sie erfuͤllen?

Mit Freuden, Sire.

O, daß ich weiter nichts als Konig bin. Viel lieber mochte ich ein Dichter wie Petrarca