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dieſe Lieder und ihre Stimme drang wie Acols⸗ harfenton in ſeine Seele; er haͤtte auf die Knie ſinken und Louiſen anbeten moͤgen wie ein uͤber⸗ irdiſch Weſen, das aus azurblauen Hoͤhen mit⸗ leidsvoll zu ihm herabgeſtiegen, um die Leere ſei⸗ nes Herzens auszufuͤllen. Er liebte ſie wie ein frommer Katholik die Mutter Gottes liebt.
— Seit Monden, ſagte Ludwig eines Mor⸗ gens, als er ſie beſuchte, ſeit Monden, Fraͤulein, trage ich eine Bitte auf dem Herzen, doch immer fehlt es mir an Muth, ſie auszuſprechen.
— Sire, Ihre Tugend iſt mir Buͤrgſchaft, daß Sie nichts von mir verlangen werden, was ich Ihnen nicht gewaͤhren darf und darum wage ich zu hoffen, daß ich Ihre Bitte wohl erfullen kann. Sire, was wuͤnſchen Sie?
— So lange ich in Ihrer Naͤhe weile, fuͤhle ich mich frei von jedem Leid, ſo heiter und ſo wohl, daß die Erde ſchoͤner als das Paradies mir dunkt; doch naht die Stunde, wo ich meinen Himmel meiden, Sie verlaſſen muß, dann er⸗ wacht mein altes Leid; ich fuͤhle mich in dem


