Teil eines Werkes 
1. Band (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

265

Ich bin ungluͤcklich, ſprach der Marſchall, in deſſen Bruſt ein ſchwerer Seußzer wogte.

Du ungluͤcklich! Stehſt Du nicht auf dem Gipfel der Macht habe ich nicht Alles fuͤr Dich gethan, um Dich zum Groͤßten meines Reichs zu machen. Willſt Du noch hoͤher ſteigen?

Steigen? nein! Mich quaͤlt die Angſt, von der Hoͤhe meines Gluͤckes herabzufallen in mein altes Nichts.

Wer kann Dich ſtuͤrzen, Dich den Maͤch⸗ tigſten meines Reiches?..

Ich habe Feinde, viele Feinde..

Verſpotte ihre Ohnmacht..

Sie werden mich bei Dir verlaͤumden.. Maria, meines Herzens Koͤnigin, wird mir die Strahlenſonne ihrer Gunſt entziehen, und noch ſchneller als ich geſtiegen, werde ich fallen; nacht⸗ naͤchtlich tritt ein Bild vor meine Seele, daß mich mit tauſendfacher Angſt erfuͤllt... das Schickſal Roberts Devereur ſteht vor meinen Augen: ich ſehe den Grafen Eſſer, wie er aus der Sonnen⸗

hoͤhe ſeines Gluͤcks in die Nacht des Kerkers ſinkt... . 12