Teil eines Werkes 
1. Band (1845)
Entstehung
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Das Volk, muͤde der Erpreſſungen, fing zu murren, der Adel, neidiſch auf die Macht des Guͤnſtlings, fing zu drohen an. An der Spitze der Unzufriedenen ſtand Marſchall Luynes, der Guͤnſtling des jungen Königs.

Fluch dem hergelaufenen Italiener! mur⸗ melte das Volk.

Er falle! ſchrie der Adel.

Der Marſchall d'Ancre fing auf der ſchwin⸗ delnden Hoͤhe ſeiner Macht zu zittern an. Schwarze Ahnungen, gewitterſchwangere Wolken umzogen

ſeines Gluckes Horizont... Er wurde ernſt und traurig.

Nenne mir den Kummer, der Deine Seele trubt, ſagte die Regentin zu ihrem Guͤnſtling, der muthlos an ihrer Seite ſaß. Sprich, Concino, was fehlt Dir?

Nichts, gar nichts, Maria.

Sei offen. Dein Auge, ſonſt ſo lachend wie der Himmel unſers ſchonen Vaterlandes, iſt jetzt ſo duͤſter und umwoͤllt. Bekenne, was Dich druͤckt..