Teil eines Werkes 
1. Band (1845)
Entstehung
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ſchel meines Herzens hat geruht. Ich blieb treu dem Koͤnig, treu meinem Schwure. jetzt, jetzt bin ich frei, jetzt ſoll Frankreich und die ganze Welt es wiſſen, daß Concino Concini der Apfel meines Auges, die Perle meines Herzens, die Bluͤthe meiner Seele, mein Gluͤck, meine Wonne, meine Welt, mein Gott und mein Gebieter iſt.

Die Freude raubt die Sinne mir. Auf meinen Knieen will ich Dir danken fuͤr die Liebe, die Du Deinem Knechte ſchenkſt.

Concino Concini, wie biſt Du doch ſo ſchön. Komm an mein Herz, Antinous, lege Dein ge⸗ locktes Haupt an meine Bruſt und denke Dir, ich ſei Dein Weib. Leonore Galligai, wie oſt hat die Koͤnigin Dich beneidet, beneidet um einen Blick ſeines Auges, um einen Druck ſeiner Hand! Mit Freuden haͤtt' ich all meine Macht und meine Groͤße fuͤr einen Kuß ſeines Mundes hingegeben! O wie glucklich bin ich jetzt Der Koͤnig, der mich nie geliebt, iſt todt. Meine Feinde ſagen, ich wiſſe um den Mord. Concino Concini, das iſt die frechſte Luͤge, die man je erſonnen hat. Ich liebte ihn