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Arme Gabriellens geeilt war, die am Fenſter wei⸗ lend, mit der Liebe Sehnſucht ihn erwartet hatte. Wie freudig hatte ihm das Herz geklopft, wenn er ſich dem Garten von Monceaur oder dem Schloß von Beaufort genaͤhert, wenn er das Na⸗ hen ihrer Schritte, das Rauſchen ihres Kleides gehoͤrt.
Seit drei Monaten ruhte Gabrielle— die Bluͤthe der Frauen— im Schooß des Grabes. Des Koͤnigs Herz, ein Sarkophag der abgeſtorbe⸗ nen Liebe, war oͤde und leer: tiefe Wehmuth ver⸗ huͤllte ſeinen Geiſt mit dunklen Schleiern: hier und dort und überall erſchien ihm das Bild der Hingeſchiedenen und Alles, was er ſah, erinnerte
ihn an den erlittenen Verluſt. Er hoͤrte eine
junge Bluͤthe von der Krone des Baumes auf die Erde fallen und dachte an Gabrielle— er hoͤrte den verklingenden Ton des Waldhorns und den geheimnißvollen Ruf des fernen Echos und
dachte an Gabrielle— er ſah ein friſches Blatt
zertreten vom Hufe ſeines Pferdes und dachte an Gabrielle und wurde truͤber und truber.


