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Vive Henri, vive Gabrielle*)!
Beim Deſſert wurden die koſtbarſten Fruͤchte gereicht. Gabrielle aß eine Orange. Eine Stunde ſpaͤter war ſie todt. Sie, die im Leben die ſchoͤnſte Frau von Frankreich war, war im Tode haͤßlich zum Erſchrecken. Die Einen ſagen, ein Schlag habe ſie geruͤhrt, Andere ſagen, ſie ſei vergiftet worden auf Anſtiften der Koͤnigin, die, einſehend, daß Heinrich ernſtlich entſchloſſen ſei, ſie zu ver⸗ ſtoßen, auf Rache geſonnen.
Die Leiche Gabriellens wurde zu Frau von Sourdis, ihrer Tante, ins Kloſter St. Germain
gebracht.
Der Koͤnig befand ſich auf dem Wege nach Paris als er, vier Meilen davon entfernt, die Nach⸗ richt ihres Todes empfing. Sein Schmerz war grenzenlos, er wurde ohnmaͤchtig im Wagen. Als er wieder zu ſich gekommen, zwang man ihn nach Fontainebleau zuruͤckzukehren. Der ganze Hof mußte Trauer anlegen. Das Parlament ſchickte
*) Der Compoſiteur dieſes Liedes iſt Euſtache Du⸗ cauroy, Kapellmeiſter Karls M. und Heinrichs IV.


