2¹4 — Seit wann ſchlaͤft ſie? — Seit einer Stunde, Majeſtaͤt..
Der Koͤnig gab der Zofe einen Wink. ſie entfernte ſich. Heinrich ſchlich auf den Zehen naͤ⸗ her und gab ſeiner Maitreſſe einen Kuß.
Gabrielle fuhr erſchreckt empor und ſtieß, um die Taͤuſchung zu erhoͤhen, ein Schrei aus..
— Erſchrick nicht, liebes Kind, ich bin's.
— Du biſt es, Heinrich, ſprach Gabrielle und erhob ſich... Ich glaubte Dich noch auf der
— uUm Dich zu uͤberraſchen, bin ich fruͤher heimgekehrt, als ich mir vorgenommen... Wie kommt es, Gabrielle, daß Du Dich zu ſo unge⸗ wohnter Zeit dem Schlummer hingegeben?
— Ich thats aus Langeweile, ſprach Gabrielle, ſich die Augen reibend.
— Deine Wange gluͤht... Deine Stirne brennt, fehlt Dir was, mein ſchoͤnes Kind.
— Erſchrick nicht, guter Heinrich, wenn ich Dir ſage, daß ich mich nicht ganz wohl fuͤhle..


