Drittes Capitel.
Der König und ſein Nebenbuhler. G533.)
Das Herz der ſchoͤnen Gabrielle ſchlug, trotz
der Liebe zu dem Koͤnig, noch immer, wenn gleich leiſer als fruͤher, fuͤr den Herzog Bellegarde, der, ob er gleich wußte, daß ſie den Schwur ewiger Treue gebrochen, ſie dennoch liebte mit der alten Gluth. Der Herzog war ein eitler Mann, der ſich geſchmeichelt fuͤhlte, eines Koͤnigs beguͤnſtigter Nebenbuhler zu ſein.
Gabrielle gab ihm, wenn ſie ſich vor jedem Ueberfall ſicher glaubte, ein Rendezvous. Freilich geſchah dies nur hoͤchſt ſelten, da der Koͤnig ſie faſt taͤglich beſuchte, und ſie außerdem aus Eifer⸗ ſucht, mit Spionen umgab, die ſie bewachten, wie einſt Argus die Jo bewachte.
Die Liebenden hatten ſich ſchon lange nicht


