Teil eines Werkes 
1. Band (1845)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

32

eben die zehnte Stunde verkuͤndet, als ſich der Hof von der Tafel erhob.

Die Graͤfin von Chateaubriant fluͤchtete in einen der Nebenſaͤle, um dort, von keinem Auge beobachtet, einen Blick in den Spiegel zu werfen.

Der Koͤnig folgte ihr.

— Verzeihet, ſchone Graͤfin, daß ich Euch uͤberall verfolge. Trabanten muͤſſen, ſie moͤgen wollen oder nicht, dem Laufe ihrer Sonne folgen.

— Mein Koͤnig, hauchte die Graͤfin, und ſenkte erroͤthend ihr Auge nieder.

— Wenn Ihr auf allen Euren Wegen mir begegnet, ſo glaubt es nur, ich bin nicht Schuld daran. Dem Schatten gleich an Eure Ferſe feſt⸗ geſchmiedet, muß ſtets mein Fuß der Spur des Euren folgen... In Eurer Naͤhe bluͤht mein Gluck

— Sire, Ihr ſpottet meiner..

— Wie wenig kennt Ihr Eure Reize, wenn Spott Ihr nennt, was Ehrfurcht und Bewunde⸗ rung ſpricht.

— Ihr ſeht mich tief beſchaͤmt...