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fromme Claudia, Eure erſte Gemahlin, noch nicht vergeſſen? Ich bitt' Euch, Vetter, laßt die Todten ruhen. Oder iſt Eleonore, Eure jetzige Gemahlin, die Wurzel Eures Kummers? Liebt ſie Euch oder liebt Ihr ſie nicht? Je nun, machts wie Euer Nachbar, der achte Heinrich von England.— Vor vier Jahren trennte er ſich von Katharina von Aragonien und heirathete eine Eurer Hofdamen, die ſchoͤne Anna Boulen; vor Kurzem ließ er ſie enthaupten, und drei Tage ſpaͤter vermaͤhlte er ſich mit Johanna Seymour. Der Mann conſumirt viele Frauen, er verſtoßt jeden Tag eine Andere. Wer kann es ihm wehren? Er iſt ja Koͤnig, und ein Konig darf thun, was ihm beliebt. Seid Ihr der Koͤnigin uͤberdruͤßig, ſo laßt Eleonoren, die Tochter Philipps des Erſten von Spanien, die Schweſter Karls des Fuͤnften aufs Schaffot ſchlep⸗ pen, und waͤhlt Euch unter den Damen Eures Ho⸗ fes eine Andere. Ihr ſeid ja Koͤnig, und ein Koͤnig darf thun, was ihm beliebt.
— Schweig, Narr! Ich liebe die Koͤnigin, ob unſere Ehe gleich kinderlos, aber..
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