Teil eines Werkes 
1. Band (1845)
Entstehung
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gedankenvolle Haupt auf die blendendweiße Hand geſtutzt, ſaß er auf einem großen Lehnſeſſel vor dem Kamine. Nicht fern von ihm kauerte Tri⸗ boulet, die erloͤſchenden Kohlen zu neuem Leben anfachend. Im ganzen Louvre herrſchte tiefes Schweigen, nur durch das einformige Tiktak der großen Wanduhr und die wiederhallenden Tritte der Wachen unterbrochen, die im Hofraume und in den Corridors langſam auf und abgingen.

Finſterer Ernſt lag auf der Stirn des Koͤnigs.

Heute alſo, ſprach Franz der Erſte, iſt der fuͤnfzehnte September. Vor zwanzig Jahren ſchlug ich an dieſem Tage die Schweizer bei Ma⸗ rignano; heute vor zwanzig Jahren ſchwelgte ich im Rauſche des erſten Sieges; heute vor zwan⸗ zig Jahren gruͤnte auf meiner Stirn der erſte Lorbeer; ermuͤdet von der Schlacht, die mein al⸗ ter Marſchall Trivulce* Combat de géants« ge⸗ nannt, ſchlief ich auf dem Laufe der eroberten Ka⸗ none.

Er hielt inne und ſeußzte.

Ich bin traurig, Triboulet, fuhr er fort;