Teil eines Werkes 
Die Heimkehr oder Was fehlt uns? : eine Erzählung für das Volk / von O. Glaubrecht
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ner half ihm ſeinen Hausrath abladen, Keiner verkaufte ihm einen Halmen Stroh, Keiner wollte ſein Zugvieh herbergen, während die Ställe ausgebeſſert wurden. Und als der Frühling kam und die Lerche den Ackermann in's Feld rief, und der Pachter die Steine und Pflöcke, die das Herrngut in kleinere Theile ſcheideten, ausriß; da ſchwuren die Langenfelder dem Krämer empfindliche Rache. Warum* Weil der Krämer das Gut hatte und ſie nicht. Neid war es, jener Eiter in Beinen, wie Salomo ſagt, Neid war es, von dem der Apoſtel ſpricht: Wo Neid und Zank iſt, da iſt Unordnung und eitel bös Ding. Und die Unordnung, von der der Apoſtel ſagt, brach bald hervor. Hätten die Langenfelder den Pachter nur nicht gegrüßt auf der Straße, wären ſie nur ungefällig gegen ihn geweſen, hätten ſie ſich nur geweigert, ihm als Taglöhner und Knechte und Mägde zu dienen, ſo wäre das von dem Pachter noch zu er⸗ tragen geweſen, ob es gleich den Langenfeldern ſelbſt Schande machte; daß ſie aber dem Pachter die Bäume abſchnitten, ſeine Saat von ihrem Vieh abweiden und zertreten ließen, daß ſie ihm die Waſſergräben auf ſei⸗ nen Wieſen verſtopften und das Obſt von ſeinen Bäu⸗ men herabſchlugen, noch ehe es reif war; das ſollte nur Rache ſeyn, war aber beides, Rache und Diebſtahl. Und von der Rache ſagt die Schrift:Du ſollſt nicht rachgierig ſeyn, noch Zorn halten wider die Kinder⸗ deines Volkes, und von den Dieben ſagt ſie:Sie werden das Reich Gottes nicht ererben.

Auch blieb die Rache für die Rache nicht gar lange aus. Mit Himmelsgeduld hatte ein Jahr lang und drüber der Krämer allen Schaden und Schimpf, den ihm die Langenfelder angethan, ertragen, und gemeint,