Teil eines Werkes 
12. Band, Neue Folge : 4. Band (1856)
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Unſtern, denn er dachte ſich's, wie die Sophie, die Rectorin, trium⸗ phiren würde und die Raiſonnir⸗Raspel, die ihm der Rector. zugedacht. Indeſſen ſah er, als er ruhiger wurde, ein, daß da auch nicht das Mindeſte zu machen ſei.Doch ſagte er ich habe ein Mittel, ſie davon abzubringen, ich muß in anderer Weiſe von mir reden machen, und das will ich.

Das Mittel war probat. Als am andern Tage der Ausſcheller die Verſteigerung im Wink'ſchen Haus ausrief, kleidete ſich Berleſick ſtattlich an und ging in das Nachbarhaus, da die Verſteigerung im Hauſe ſelbſt vorgenommen wurde.

Das Haus wurde angeſetzt, und nach einigen Geboten blieb Berlefick für 2700 Gulden Letztbietender. Er trat an den Tiſch und ſagte:Herr Stadtſchreiber, ſchreibet mich nicht als Abſteigerer ein, ſondern meinen Vetter Ferdinand von hier, dermalen in Frankfurt.

Alle Hälſe wurden lang und Aller Augen richteten ſich fragend auf Berlefick. Er lächelte.

Jetzt kamen die Ladeneinrichtungen zum Ausgebot. Auch dieſe ſteigerte Berlefick an. Als er das Protokoll unterſchrieben hatte für Ferdinand, ergriff er Hut und Meerrohr und ging hinaus auf ſeinen Berg, denn der Nachmittag war mild und ſchön.

Jetzt lief das Gerücht von Dem, was geſchehen war, wie ein Lauffeuer durch die Stadt und Niemand war betroffener, als Sophie, die Frau Rectorin, die völlig an Berleſick irre zu werden anfing.

Die neue Mähr ließ die alte ganz vergeſſen, und Berleſick hatte ſeine Abſicht erreicht. Was er mit dem Ferdinand beabſichtige, zu errathen, war die Aufgabe. Der Rector kam, ihn zu beſuchen, allein Berleſick bedauerte, wie er ihm durch die alte Roſina, die er gehörig inſtruirt hatte, ſagen ließ, daß er ſeinen Beſuch nicht annehmen könne, den er ſich für immer verbitten laſſe. Das war denn doch dem Rector zu viel. Schäumend vor Zorn eilte er heim, ſeiner Sophie es zu berichten, die denn ihrer Galle recht den Zügel ſchießen ließ.