Teil eines Werkes 
12. Band, Neue Folge : 4. Band (1856)
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das Mädchen, um die Effekten Berlefic's in den Gaſthof tragen zu laſſen, wohin ihn der Schiffer Eidam begleitete. 3

Berlefick war durch den langen Schlaf erquickt. Sein Gemüth war heiter, denn ſeine Pfeife dampfte und eine Flaſche köſtlichen Hochheimers ſtand vor ihm, als Beide bei ihm eintraten.

Hocherfreut nahm er das Meerrohr aus Ferdinand's Hand und drückte den Jüngling bewegt an ſeine Bruſt.

Das vergeß ich dir niemals, du mein Schutzgeiſt in dieſer unglückbringenden Stadt. Ohne dich wär' ich ja verloren geweſen in den Drang⸗ und Trübſalen, die mich hier betroffen haben! So rief er entzückt aus und reichte mit den herzlichſten Worten dem Schiffer ſeine Hand. Er entſchuldigte ſein Weggehen vom Schiffe mit demſelben offenen Bekenntniſſe, welches er gegen Ferdinand abgelegt, und im beſten Einvernehmen leerten ſie ſelb Dritt noch einige Flaſchen und ſchieden dann auf fröhliches Wieder⸗ ſehen in Bacharach. Ferdinand aber begleitete am andern Morgen ſeinen Herrn Vetter an's Marktſchiff und nahm dort einen warmen

Abſchied von ihm, dem hoffnungsreiche Worte beſondern Werth verliehen.

VIII.

Zum erſten Male fühlte ſich Berlefick wieder vollkommen glücklich, als er in ſeinem Schlafrock in dem weichen Lehnſtuhle ſaß und die theuern Räume ſeiner Häuslichkeit überblickte.

Es iſt doch nirgends beſſer, als daheim, ſagte er in echt deutſcher Gemüthlichkeit und blies ein blaues Wölklein edlen Knaſters in die Luft, reichte dann nach einem Glaſe, gefüllt mit goldenem Leimbacher und leerte es mit einem echt rheiniſchen Zuge. Es war ein unſeliger Gedanke, mit dem Meßſchiffe nach Frankfurt

zu fahren, ſagte er zu ſich;aber ein noch heilloſerer, das junge,

ſchnippige Ding heirathen zu wollen. Das hat mich kurirt! Meiner Seel, der beſte Doctor hätt's nicht beſſer fertig gebracht. Gottlob,

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