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iſt meines Herrn Papa Gebur zu gerne mit einem Carmen erfreuen. Nun geht mir all
tstag. Da möcht' ich ihn doch gar „einem Gedichte, zur Gratulation
e pvetiſche Ader ab, und ich kann höchſtens die Worte Schmerz und Herz, Bruſt und Luſt und einige
dergleichen nennen; aber hab⸗ ich die Reime, ſo fehlt mir der Gedanke dazu, und ich zerbreche mir fruchtlos den Kopf, was allemal meiner ohnehin ſchwächlichen Geſundheit übel bekommt. Da ſeht Ihr wohl, Freundchen, daß ich kein Posta hin und mein Haupt der Lorbeer nie umgrünen wird. Geht's vollends an ein lateiniſches Carmen, wie ich's gerne haben möchte, ſo ſtolpere ich alle fünf Minuten über die Füße, finde den Einſchnitt nicht, und die Hexa⸗ meter ſind fünf Fuß zu lang oder zu kurz, und mit dem Gedanken geht's wie im Deutſchen. Einen Gradus ad Parnassum ſchreibe ich nie, denn die Längen und Kürzen machen mich confus und verrückt. „Da iſt mir denn der Gedanke gekommen, Ihr könntet mir aus der Noth helfen, denn Ihr ſeid Eurer Latinitãt wegen in der Neckarſchule berühmt geweſen, wie mir der Herr Scholarcha, Kirchenrath Fladt, geſagt hat. Wißt Ihr was? Machet mir ein lateiniſches Gratulationsgedicht, und Ihr ſollt ſehen, ich bin dankbar zeitlebens. Nicht wahr, Ihr thut's?
„Nun hab' ich meiner Lebtag viel Ver denn unſer Director war ein Verſenarr. Verslein ein:
ſe machen müſſen, Mir fällt dabei das
„Es hat halt Jeder in der Welt
So ſeinen Ertra⸗Sparren.
Und wenn man's Lichtlein nahe hält— So ſind wir Alle Narren!
Und wenn ein Jeder das erkennt,
Nicht ſeinen Balken Splitter nennt,
So leben hoch die Sparren!“
„Der hatte den Verſeſparren. Leichtes, ſo ein Dutzend Verſe ihm auch geradezu abſchlagen? wollt's thun! Und er ging.
N. 5 m.
Da war mir's denn ein zu machen. Warum ſollt' ich's — So ſag' ich denn: Ja, ich


